Zum Inhalt springen
Unicorn Factory
Baustein 02 von 05 · Hollert German Leather

Letztes Stück im Shopify-Shop verkauft: Warnmail, bevor ein anderer Kanal es noch einmal verkauft

Verkauft der Shopify-Shop das letzte Stück eines Artikels, weiß Shopware davon nichts, und die Marktplätze bieten ihn weiter an. Eine Mail an das Hollert-Team binnen Minuten schließt diese Lücke.

5 Min.
Prüftakt
Warnmail „Ausverkauft durch Bestellung #1044: Damenhemd & Damenhose Braun, M“ mit der Bitte, den Artikel in Sage auszubuchen, einer Tabelle mit Shopware-Artikelnummer, Artikel, Menge und Bestellung sowie dem Hinweis „Restbestand im Shop: 0“
Die Warnmail mit der Originalvorlage und den Beispieldaten aus dem Code, keine echte Bestellung. Sie geht an das Hollert-Team, höchstens einmal je Artikel und Bestellung.
Die kurze Antwort

Wie verhindere ich, dass ein im Shopify-Shop verkauftes Einzelstück auf Marktplätzen noch einmal verkauft wird?

  1. 01

    Verkauft der Shopify-Shop das letzte Stück eines Artikels, bekommt das Hollert-Team binnen Minuten eine Mail und bucht den Artikel in Sage aus.

  2. 02

    Ein Job prüft alle 5 Minuten die Bestellungen der letzten drei Tage und fragt je neuer Position den Bestand in Shopware ab, über EAN oder Artikelnummer.

  3. 03

    Regel: Shopware-Bestand minus verkaufte Menge kleiner als eins. Höchstens eine Warnung je Artikel und Bestellung, eine Mail je Bestellung.

  4. 04

    Es ist eine Warnung, keine Buchung: Nichts schreibt automatisch in Shopware oder Sage. So hat Hollert es entschieden. Läuft seit 07.09.2026.

Stand 01.10.2026 · Projektleitung Florian Konrad · Teil des Projekts Hollert German Leather

Ausgangslage

Shopify verkauft, Shopware weiß es nicht

Bestand und Preise fließen von Shopware nach Shopify. Zurück fließt nichts: Hollert hat sich am 04.09.2026 bewusst gegen jede automatische Buchung in Shopware oder Sage entschieden.

  1. 01

    An Shopware hängen Sage und die Marktplätze. Ein Verkauf im Shopify-Shop kommt dort nicht von allein an.

  2. 02

    Bei Einzelstücken reicht ein einziger Verkauf, damit ein Marktplatz etwas anbietet, das nicht mehr da ist.

  3. 03

    Gewünscht war ein Hinweis an das Team statt eines Automatismus, der in die Warenwirtschaft schreibt.

So funktioniert es

Bestellung prüfen, Shopware fragen, Bescheid geben

Alle 5 Minuten sieht sich ein Job im Workspace die Shopify-Bestellungen der letzten drei Tage an. Gemeldet wird nur, was neu ist.

  1. Neue Positionen finden

    Der Job liest die Bestellungen der letzten drei Tage und merkt sich jede schon geprüfte Position. Nichts wird doppelt gemeldet.

  2. Shopware gezielt fragen

    Je neuer Position genau eine Abfrage an Shopware, über EAN oder Artikelnummer. Maßgeblich ist der Shopware-Bestand, weil der Abgleich den Shopify-Wert ohnehin binnen 15 Minuten überschreibt.

  3. Regel: unter eins heißt ausverkauft

    Shopware-Bestand minus verkaufte Menge kleiner als eins: Dann ist das letzte Stück weg. Wurde mehr verkauft als vorrätig, steht das als eigener Hinweis in der Mail.

  4. Eine Mail je Bestellung

    Das Team bekommt eine Mail mit Artikelnummer, Artikel, Menge und Bestellung und bucht den Artikel in Sage aus. Scheitert die Zustellung, versucht es der nächste Lauf erneut.

Technik

Was dahintersteckt

Takt
alle 5 MinutenBestellungen der letzten drei Tage
Quelle der Wahrheit
Shopware-Bestandje Position eine gezielte Abfrage
Doppelschutz
Merkliste je Bestellpositionhöchstens eine Warnung je Artikel und Bestellung
Ausfallschutz
neuer Versuch bei Zustellfehlerältere Funde als 48 Stunden werden protokolliert statt gemeldet
Empfänger
Hollert-Teamals Systemwarnung, die keine Benachrichtigungsregel unterdrückt
Protokoll
nur Zählwerte im Lauf-LogBestelldetails in einer geschützten Tabelle
Seit
07.09.2026
Übertragbar auf

Für wen sich diese Lösung eignet.

  • Händler mit Einzelstücken und Größenläufen

    Wenn es jede Größe nur einmal gibt, zählt jeder Verkauf sofort.

  • Shops neben einer Warenwirtschaft ohne offene Schnittstelle

    Eine Mail an das Team braucht keinen Schreibzugriff auf das führende System.

  • Händler mit Marktplätzen über ein anderes System

    Das Team bucht einmal aus, und alle Kanäle am führenden System sind wieder richtig.

  • Übergangsphasen bei einem Systemwechsel

    Bis ein Rückkanal sauber steht, sichert die Warnung den Alltag ab.

Grenzen und Alternativen

Wann diese Lösung passt und wann etwas anderes reicht.

  • Die Mail warnt, sie bucht nicht. Ausbuchen muss ein Mensch, und zwar zeitnah.
  • Positionen ohne eindeutige EAN oder Artikelnummer lassen sich nicht zuordnen; sie werden nur gezählt.
  • Zwischen Verkauf und Mail liegen bis zu 5 Minuten. In diesem Fenster kann ein anderer Kanal noch verkaufen.
  • Wer Verkäufe automatisch in die Warenwirtschaft buchen will, braucht einen Rückkanal, den das führende System nicht wieder zurücksetzt.
Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Warum keine automatische Buchung in Shopware?

Weil Hollert das so entschieden hat: Am 04.09.2026 fiel die Wahl gegen jede automatische Verbindung von Shopify nach Shopware oder Sage. Die Warenwirtschaft bleibt in der Hand des Teams, die Mail sagt, wo es eingreifen muss.

Warum fragt der Job Shopware und nicht Shopify?

Weil Shopware das führende System ist. Den Bestand in Shopify überschreibt der Abgleich ohnehin alle 15 Minuten mit dem Shopware-Wert. Entscheidend ist, ob im führenden System nach dem Verkauf noch etwas übrig wäre.

Kann dieselbe Bestellung zweimal gemeldet werden?

Nein. Jede Bestellposition wird in einer Merkliste vermerkt und höchstens einmal gemeldet. Mehrere ausverkaufte Artikel einer Bestellung kommen in einer gemeinsamen Mail.

Was steht in der Mail?

Die Shopware-Artikelnummer, der Artikel mit Größe, die verkaufte Menge und die Bestellnummer, dazu die Bitte, den Artikel in Sage auszubuchen. Wurde mehr verkauft als vorrätig, steht ein eigener Hinweis darin.

Was passiert, wenn die Mail nicht zugestellt wird?

Der nächste Lauf versucht es erneut. Funde, die älter als 48 Stunden sind, meldet der Job nicht mehr, sondern hält sie als Ausfallhinweis im Protokoll fest.

Ihr nächster Schritt

Ihr Shop braucht eine ähnliche Funktion? Wir zeigen Ihnen, was dafür nötig ist.

Ob App, Shopify B2B oder eigener Code: Wir schauen uns Ihren Shop und Ihren Ablauf an und sagen offen, welcher Weg sich lohnt.

5,0 aus 63 Google-Bewertungen

Florian Konrad, Unicorn Factory

Florian Konrad

Gründer, Projektleitung Hollert German Leather