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Unicorn Factory
Baustein 05 von 05 · Hollert German Leather

KI-Bilder im Shopify-Shop finden: bevor Dateinamen und Herkunftsdaten verschwinden

Seit dem 02.08.2026 gelten die Transparenzpflichten der KI-Verordnung. Wer kennzeichnen will, muss erst wissen, welche Bilder betroffen sind. Bei Hollert stuft eine Prüfung jedes Produktbild ein, obwohl Shopify die Herkunftsdaten beim Hochladen löscht.

2.117
Bilder im ersten Lauf
Tabelle „KI-Prüfung der Produktbilder, Stufe 1: Regeln“ mit vier Beispieldateinamen, Bildmaß, Einstufung generiert, unklar oder keine, Sicherheit und nächstem Schritt, darunter die Widerspruchsregel der Stufe 2
Ausgabe der echten Prüfregeln aus dem Code für vier Beispieldateinamen, keine Bilder aus dem Shop. Unten die Widerspruchsregel: Sagt der Dateiname KI und das Bild nicht, entscheidet ein Mensch.
Die kurze Antwort

Wie finde ich heraus, welche Produktbilder in meinem Shopify-Shop mit KI erzeugt oder bearbeitet wurden?

  1. 01

    Shopify entfernt beim Hochladen alle Herkunftsdaten (C2PA, XMP, EXIF); am 08.09.2026 an Originaldateien nachgemessen.

  2. 02

    Stufe 1 prüft alle Bilder per Regel: Dateinamen von Bildwerkzeugen, Zeitstempel-Namen, Bildmaße als Nebenindiz.

  3. 03

    Stufe 2 lässt Claude nur die Kandidaten ansehen; widersprechen sich Dateiname und Bild, entscheidet ein Mensch.

  4. 04

    Der Befund steht in einer Tabelle, bevor Bilder umbenannt werden. Erster Lauf über 2.117 Produktbilder am 08.09.2026, seitdem täglich für neue Bilder.

Stand 01.10.2026 · Projektleitung Florian Konrad · Teil des Projekts Hollert German Leather

Ausgangslage

Die Spuren sind weg, bevor jemand fragt

Bildgeneratoren betten einen Herkunftsnachweis ein. Wir haben am 08.09.2026 an Originaldateien nachgemessen: Nach dem Hochladen zu Shopify ist davon nichts mehr übrig.

  1. 01

    Shopify entfernt beim Hochladen C2PA, XMP und EXIF, bei KI-Bildern wie bei Fotos.

  2. 02

    Als Signal bleibt nur der Dateiname. Und der verschwindet, sobald jemand die Bilder ordentlich benennt.

  3. 03

    Das Bildmaß allein beweist nichts: Echte Lieferantenfotos hatten genau dasselbe Maß wie Bilder aus einem Generator.

  4. 04

    Hollert wollte wissen, welche Bilder betroffen sind, bevor die Bilder im September neue Dateinamen bekamen.

So funktioniert es

Erst prüfen, dann umbenennen

Die Prüfung läuft in zwei Stufen und schreibt ihr Ergebnis in eine eigene Tabelle. Die Tabelle ist das Gedächtnis, nicht der Dateiname.

  1. Stufe 1: Regeln für alle Bilder

    Dateinamen bekannter Bildwerkzeuge, reine Zeitstempel als Namen und typische Ausgabemaße. Kostenlos und über den ganzen Katalog; das Maß zählt nur als Nebenindiz.

  2. Stufe 2: Bildprüfung für Kandidaten

    Wo die Regeln nichts entscheiden, sieht sich Claude das Bild an: erzeugt, wesentlich bearbeitet oder gewöhnliches Foto. Fotos im Exportmaß der eigenen Produktfotografie werden übersprungen.

  3. Widerspruch heißt Mensch

    Sagt der Dateiname KI und das Bild nicht, wird das kein Freispruch, sondern „unklar“. Meist ist es ein echtes Foto, das nur zum Freistellen durch ein Werkzeug lief. Das entscheidet ein Mensch.

  4. Befund festhalten

    Jeder Befund landet mit Begründung in einer Tabelle. Von Hand bestätigte Einträge überschreibt die Prüfung nie. Danach läuft sie täglich nur über neue Bilder.

Technik

Was dahintersteckt

Einstufungen
generiert, bearbeitet, keine, unklarmit Sicherheit und Begründung
Stufe 1
Regeln: Dateiname, Zeitstempel, Bildmaßüber alle Bilder, ohne Kosten
Stufe 2
Bildprüfung mit Claudenur für Kandidaten, verkleinert auf 768 Pixel Breite
Gedächtnis
Befundtabellevon Hand bestätigte Einträge bleiben unangetastet
Stichtag
02.08.2026 als Einstellungeingestuft wird trotzdem alles
Takt
täglich, nur neue Bilder
Erster Lauf
08.09.20262.117 Produktbilder
Übertragbar auf

Für wen sich diese Lösung eignet.

  • Shops mit KI-erzeugten Model- oder Szenenbildern

    Die Frage nach der Kennzeichnung braucht zuerst eine Liste der betroffenen Bilder.

  • Shops, die Bilder vom Lieferanten übernehmen

    Woher ein Bild stammt, steht nirgends mehr; die Prüfung liefert wenigstens eine begründete Einstufung.

  • Shops vor einer Bild-SEO-Runde

    Wer Dateinamen und Alt-Texte erneuert, löscht das letzte Signal. Erst prüfen, dann umbenennen.

Grenzen und Alternativen

Wann diese Lösung passt und wann etwas anderes reicht.

  • Die Prüfung stuft ein, sie kennzeichnet nicht. Ob und wie gekennzeichnet wird, entscheidet der Händler.
  • Ob ein Bild unter die Pflicht fällt, ist eine Rechtsfrage, zum Beispiel bei Bildern, die vor dem Stichtag entstanden und weiter im Shop stehen. Die Prüfung liefert die Datengrundlage, keine Rechtsberatung.
  • Eine Bildprüfung kann sich irren. Deshalb gibt es „unklar“, und bestätigte Befunde setzt ein Mensch.
  • Eine maschinenlesbare Kennzeichnung im Bild überlebt den Upload zu Shopify nicht; haltbar ist nur eine sichtbare.
Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Warum reicht es nicht, die Metadaten der Bilder auszulesen?

Weil Shopify sie beim Hochladen entfernt. Wir haben das am 08.09.2026 an Originaldateien nachgemessen: Kein C2PA-Nachweis, kein XMP, kein EXIF ist im Shop noch vorhanden, weder bei KI-Bildern noch bei Fotos.

Woran erkennen die Regeln ein KI-Bild?

Am Dateinamen, den Bildwerkzeuge beim Export vergeben, an reinen Zeitstempeln als Namen und an typischen Ausgabemaßen. Das Maß ist nur ein Nebenindiz: Echte Lieferantenfotos hatten genau dasselbe Maß wie Generator-Bilder.

Was macht die Bildprüfung mit Claude?

Sie sieht sich nur die Kandidaten an und unterscheidet erzeugt, wesentlich bearbeitet und gewöhnliches Foto. Reines Freistellen oder Farbkorrektur zählt nicht als wesentliche Bearbeitung.

Was passiert bei Widersprüchen?

Sagt der Dateiname KI und das Bild sieht aus wie ein normales Foto, lautet das Ergebnis „unklar“, nicht „keine“. Meist ist es ein echtes Foto, das nur durch ein Werkzeug lief. Das entscheidet ein Mensch, und seine Entscheidung überschreibt die Prüfung nie.

Warum erst prüfen, dann umbenennen?

Weil der Dateiname oft das letzte Signal ist. Werden Bilder für die Suche neu benannt, ist es weg. Deshalb steht der Befund in einer eigenen Tabelle, bevor Dateinamen und Alt-Texte erneuert werden.

Ihr nächster Schritt

Ihr Shop braucht eine ähnliche Funktion? Wir zeigen Ihnen, was dafür nötig ist.

Ob App, Shopify B2B oder eigener Code: Wir schauen uns Ihren Shop und Ihren Ablauf an und sagen offen, welcher Weg sich lohnt.

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Florian Konrad, Unicorn Factory

Florian Konrad

Gründer, Projektleitung Hollert German Leather